Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
Aquaristik
Modellbau
Software
3D-Druck
Garten
Sonstiges
Kontakt
Impressum

Buntbarsche

Die beiden hier beschriebenen Buntbarscharten stammen ursprünglich aus dem Malawisee in Afrika. Barsche in einem Aquarium zu halten, bedeutet im Allgemeinen eine relativ einfache Haltung, es verlangt dem Aquarianer jedoch ab, dass er sich dem Willen seiner Fische fügt, da sie dafür sorgen, dass selbst liebevoll eingerichtete Becken von den Fischen teilweise so verändert werden, wie es den Fischen paßt, Ihre Meinung darüber ist den Fischen schlichtweg egal. Das bedeutet, dass Steine und Wurzeln so untergraben werden, dass ihr Bodengrund nicht mehr gleichmäßig hoch im ganzen Becken ist, sondern er eher einem Kratergelände ähnelt, wo genau die Terretorien abgesteckt sind.

Buntbarsche sind nichts für Nanobecken, aber auch in größeren Becken ab 300 Liter muss man feststellen, dass diese Tiere eben hilflosen Guppies wenig gleichen. Hier herrscht ein anderer Umgangston, Sie können auch leider darauf vertrauen, dass hier die Nahrungskette nach oben hin um ein neues Glied erweitert wird. Das kindgerechte und vom Menschen zurechtgemodelte Ideal "Fische sind Freunde, kein Futter", das gilt hier nicht, es wäre schön, wenn es zwischen Mensch und Fisch irgendwann so sein würde, doch zwischen Fisch und kleinerem Fisch gilt immernoch: "Fressen und gefressen werden" . Passen Sie also auf, keine Jungfische oder z.B. Neons oder Guppies zu Buntbarschen zu setzen. Das paßt optisch nicht, von den Wasserwerten auch nicht. Das schlimmste jedoch, die Kleinen werden mit den Barschen nur kurzfristig sehr wenig Spaß haben.

Auch sollte man insgesamt für zahlreiche Versteckmöglichkeiten sorgen. Sie werden überrascht sein, dass Sie morgens kurz nach dem Beleuchtungsstart ggf keinen einzigen Fisch sehen, jeder Fisch sucht sich über Nacht einen gut versteckten Schlafplatz.

Was Pflanzen angeht, so wird oft gesagt, dass die Grabungsarbeiten den Pflanzen sehr schaden und manche Barschbecken gar keine Pflanzen enthalten. Erfahrungen zeigen, dass selbst feinfiedrige Pflanzen in Ruhe gelassen werden, bei den hartblättrigen Anubien werden aber meist die Jungblätter bis auf den Stiel abgefressen.
Copyright © 2016 Evolutec Alle Rechte vorbehalten.