Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Rückwandbau

Ich persönlich mag es lieber, wenn eine Rückwand nicht nur schön aussieht und Wasser verdrängt, sondern auch Versteckmöglichkeiten bietet. Dazu ist natürlich Voraussetzung, dass sie nicht komplett mit Material ausgefüllt ist, sondern nur aus einer Art Gerüst besteht, welches mit einer dünnen Außenwand überzogen ist, welche die optische Komponenten ausmacht.

Um die Platten, aus denen später das Gerüst bestehen soll, besser planen zu können, kann man sie vorher grob auf Papier anfertigen um diese dann aufs Glas mit einem Folienstift übertragen zu können.

Planung der Ebenen auf dem Papier

So sollen die einzelnen Ebenen übereinander aussehen:

Papierebenen übereinander gelegt

Nachdem man die Papierformen auf Bastlerglas (Plexiglas) übertragen hat, kann man es aussägen und ein Gerüst aus kleinen Platten zusammenbauen. Verklebt werden diese Platten mit speziellen Plexiglaskleber, der sehr dünnflüssig ist und das Glas kurzzeitig anlöst. Er ist nach der Aushärtung absolut wasserfest.

Alle Ebenen aus Plexiglas geschnitten

Das komplette Plexiglasgerüst ist fertig

Aus dieser Ansicht wird es in die Ecke des Aquarienbeckens kommen

Da im hier beschriebenen Fall die Höhlen sehr nah beieinander liegen, wurde mit Stahlwolle die Oberfläche angerauht um sie milchig erscheinen zu lassen und nicht transparent.

Ist das Gerüst nun fertig zusammengebaut und ausgehärtet, wird eine Glasfasermatte punktuell mit wasserfestem Kleber auf den Rippen befestigt. Kleine Gewichte helfen dabei sehr.

Nun wird die Matte ganz grob zugeschnitten und vorsichtig an den richtigen Stellen die Höhleneingänge geschnitten. Dünnflüssiges Polyesterharz wird nun an der frischen Luft (da krebserregend) in kleinen Mengen angerührt und um alle Kanten herum mit einem kleinen Löffel aufgetragen.

Aufgelegte und mit Polyesterharz bestrichene Glasfasermatte

Die grob ausgeschnittenen Höhleneingänge sind stabilisiert

Insgesamt 15 Höhlen bieten in einem Bauwerk genügend Auswahl

Ist auch dieses Gebilde ausgehärtet, sollten größere Flächen der Glasfasermatte relativ stabil sein. Jetzt kann Glasfaserspachtel auf diese Fläche in einer Dicke von etwa 5 mm aufgetragen werden.

Dünn aufgetragener und grob abgeraspelter Glasfaserspachtel bilden eine harte Wand

Alle spitzen Ecken und Kanten wurden abgeschliffen

Um den Höhlen ein natürlicheres Innenleben zu geben, kann man die restlichen Plexiglasstücke dazu verwenden, den Boden der Höhlen nach hinten grob abzuschließen, damit loser Sand dauerhaft in den Höhlen liegen kann.

Grobe Glasreste wurden zur Begrenzung am hinteren Rand eingeklebt

Bevor man sich jetzt hastig daran macht, den Wohnbunker zu Wasser zu lassen, sollte man ihn noch einmal ordentlich mehrere Tage wässern und häufiger mit warmem Wasser ausspülen. Jetzt gilt es zu warten bis sich Algen und Moos darauf ansiedeln

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