Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Sand oder Kies

Sand als Aquarienbodengrund wird von immer mehr Aquarianern forciert. Welcher Sand dabei benutzt wird, wird aber meist nicht genau gesagt, oder gar ganz verschwiegen, denn Sand ist nicht gleich Sand.
Sind die Sandkörner alle gleicher Größe und um die 1 bis 3 mm im Durchmesser, so kann man schon eher von feinem Kies sprechen.

Meine Erfahrungen mit feinem Quarzsand sind eher schlecht, wenn die Bodenschicht 6 cm und mehr beträgt. Nach längerer Zeit fand man in tieferen Schichten dunkelgraue Verfärbungen, die auch sehr streng gerochen haben. Dünnere Bodenschichten von 2-3 cm, wie man sie in Nanobecken vorfindet, sind bedenkenlos, bei solchen Tiefen sorgen Turmdeckelschnecken für ein konstantes Umwälzen.

Sand hat als Vorteil, dass Mulm sich nicht im Bodengrund festsetzt, kann daher besser abgesaugt werden. Eine bestimmte Menge an Mulm ist jedoch in einem Becken von Vorteil, somit muss man sich für eine Sandecke entscheiden, wo Mulm offen liegen bleibt. Zu feine Sandsorten neigen jedoch dazu, in tieferen Schichten zu vergammeln.

Bei Kies hingegen gibt es auch viele verschiedene Varianten, so z.B. gefärbte und kunststoffummantelte Sorten, aber auch Quarzkies. Helle Kiessorten haben den Nachteil, dass sich beispielsweise Pinselalgen sehr gerne auf hellen Steinchen festsetzen, andererseits hat Kies aber auch den Vorteil, dass man solche Steine absaugen kann, trocknet und wieder ins Becken einbringen kann.
Anders als bei Sand, dringt Mulm bis in tiefere Schichten vor, da ein wenig Mulm in jedem Becken vorhanden sein sollte, sieht man ihn hier nicht direkt. Wird es jedoch zuviel, droht Kies irgendwann zu verdichten, das ist dann aber schon extreme Verschmutzung. Dagegen hilft eine Mulmglocke, die alle paar Monate in abwechselden Teilen des Beckens mal zum Einsatz kommen sollte, nicht jedoch bei jedem Wasserwechsel. Mit der Zeit sammelt sich eine konstante Menge Mulm an und sorgt sogar in diversen Becken dafür, dass der mechanische Filter ohne Watte laufen kann und lediglich zur Umwälzung dient, weil der Stoffwechsel des Beckens im Kiesboden stattfindet.

Kunststoffummantelter Kies birgt weniger verletztliche scharfe Kanten, die Farbwahl unterliegt dem Besitzer. Schwarzer Kies läßt das Grün der Pflanzen sehr gut hervortreten und sorgt für sehr dunkle abgeschattete Stellen im Becken, die gerade für Garnelen und Jungfische interessant sind. So viel Licht wird vom dunklen Boden nicht verschluckt, dass man sagen könnte, dass der Pflanzenwuchs beeinträchtigt wäre.
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