Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Rund um Regenwasser

Man könnte meinen, dass es heutzutage nichts mehr umsonst gibt, alles kostet irgendwas, außer einer Sache, Regenwasser. Das kommt tatsächlich in unregelmäßigen Abständen einfach so vom Himmel gefallen, die Frage ist nur, wie man es auffängt.

Anfangs wurde bei uns die kleine Dachfläche einer Garage mit Dachrinnen und einem teuren Regensammler ausgesattet, das erbrachte jedoch nicht wirklich so viel, es mußte schon einen ganzen Tag lang durchdringend regnen, dass die Regentonnen voll wurden. Insgesamt standen 7 * 120 Liter Volumen zur Verfügung, das sind im besten Falle 60 große Gießkannen voll. Das reicht für einen kleinen Garten gute 2-4 Wochen ohne jeglichen Regen.

Das Problem war nun, dass erstens die Dachfläche viel zu klein ist, und zweitens war es so, dass im Frühjahr nach dem Frost die Fässer in Betrieb genommen wurden, dort aber direkt wochenlange Trockenheit herrschte.

Wir entschlossen uns also, das komplette Hausdach an die Fässer anzuschießen, ein kleiner Regenschauer reichte nun schon aus um ordentlich viel Wasser zu sammeln, der Schlauch war teilweise zu dünn. Bei großen Gewittern mußte natürlich ein Mittelweg gefunden werden, damit die überschüssige Wassermenge auch wie gewohnt in die Kanalisation gelangen konnte.

Folgendes Teil wurde also gebaut und so mit einer Folie und etwas Silikon von Frühjahr bis zum Herbst in die Dachrinne gelegt, dass das Mittelteil über dem normalen Abfluss ist. Zuerst sammelt sich nun das Wasser in der Rinne, fließt zum Schlauchanschluss am Ende der Dachrinne und fließt erst dann seinen normalen Weg, wenn der Wasserstand die Höhe des Mittelteiles übersteigt.

Auch wenn der Schlauch es nicht schafft, das Wasser schnell genug zum Fass zu transportieren, so besteht in der Dachrinne noch eine Art Speicherwirkung und Verzögerung.

Abzweig am Ende der Regenrinne

Einsatz, der genau auf die Abflußöffnung in der Regenrinne kommt

Am Fass angekommen, das natürlich viel niedriger steht als die Dachrinne, brauchen wir irgendeinen Mechanismus, der dafür sorgt, dass das Wasser nur so viel dort hineinfließt, wie in die Fässer hineinpaßt. Das erreicht man normalerweise mit einem Schwimmerventil. Zahlreiche Hersteller verkaufen hier für teures Geld entweder Ventile für Viehtränken, Spülkästen im Bad oder auch billige Varianten von Schlauchabklemmvorrichtungen, die bei kleinem Platzangebot völlig überdimensioniert sind.

Also mußte ein Eigenbau her, der jetzt schon gute zwei Jahre ohne Probleme funktioniert. Herausgekommen ist bei der Bastelaktion also eine kleine Kiste mit Schlauchanschluß und ein einem Loch, dass durch einen simplen Drehschieber und einem Arm mit Schwimmer verschlossen wird. Etwas Vaseline und der Wasserdruck selbst sorgt dafür, dass der Schieber 100% dicht ist und vom Wasserdruck angepreßt wird.

Zu guter letzt kommt noch eine Fasspumpe in eines der Fässer mit Schalter und Schlauch, bequemer und schneller kann das Befüllen von großen Gießkannen nicht gehen.

Ventil mit Schwimmer

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