Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Überwinterung der Venusfliegenfalle

Venusfliegenfallen wachsen in etwa in den gleichen Breitengraden wie Deutschland liegt, nur dass dort an der Westküste Nordamerikas das Meer dafür sorgt, dass ein kalter Winter ausbleibt und es lediglich zu kühleren Temperaturen kommt.

Im Sommer ist also eine Kultivierung in der prallen Sonne und mit gewöhnlichem Regenwasser einfach gewährleistet.
Sobald es jedoch auf den Winter zu geht, bekommen wir folgendes Problem: Da die Pflanzen nicht wirklich winterhart sind, müssen wir sie vor Frost schützen, deshalb müssen wir sie in die Wohnung nehmen und haben dort etwa 18 Grad Lufttemperatur, Tag und Nacht. Hinzu kommt noch, dass sie wohl im Südfenster auf der Fensterbank stehen werden, ein großer Teil UV - Licht wird von der Scheibe reflektiert, zusätzlich zu der sowieso schon im Winter schwächer gewordenen Sonneneinstrahlung.

Letzlich haben wir also keine wirkliche Winterruhe, sondern eine Überwinterung mit hoher Temperatur und sehr schwachem Licht. Genau das hat den Grund, warum viele Venusfliegenfallen im Herbst Schimmel und Fäulnis zum Opfer fallen.

Wir haben also nur zwei wirkliche Alternativen, entweder eine gleichmäßige Kultivierung mittels starker Beleuchtung den kompletten Winter hindurch, oder eine komplette Winterruhe, in der sich die Pflanze erholen kann.

Venusfliegenfallen eine energiegünstige und stressfreie Überwinterung zu ermöglichen ist relativ einfach, dazu bedarf es eigentlich nur einer luftdichten Plastiktüte, etwas Küchenrolle, Regenwasser und einem Kühlschrank mit Gemüsefach (ach ja und einer für dieses Hobby verständnisvollen Familie).

Mit beginnendem Herbst nimmt man die Pflanzen komplett aus dem Substrat heraus und entfernt alle verfaulten und trockenen Blätter, ebenfalls entfernen sollte man alle noch geschlossenen Fallen, falls diese noch irgenetwas enthalten. Nun spült man mit lauwarmem Wasser die ganze Pflanze ab sodass kein Substrat mehr an den Wurzeln klebt.
Die Plastiktüte wird mit in Regenwasser getauchte Küchenrolle ausgelegt. Dabei sollte das Papier nicht tropfnass sondern nur feucht sein, am besten man wringt es vorher leicht aus. 2 - 3 Lagen davon sollten reichen. Hierrauf werden die Pflanzen gelegt, und darauuf wiederrum nur gerade so feuchte Kücherolle. Die Pflanzen sollten nicht an die Plastiktüte stoßen.

Nun wird so viel Luft in der Tüte belassen, dass der Sandwich sich nicht zusammendrücken läßt, dann mit einem Gummi verschlossen und ins Gemüsefach des Kühlschrankes gelegt (4 Grad).

Bis zum Frühjahr solle man etwa alle 2 Monate mal danach schauen und ggf verfaulende Pflanzenteile entfernen, mehr jedoch nicht.

Packt man die Pflanzen nun im April - Mai wieder aus und setzt sie in die Erde, so wird man sich darüber wundern, dass die Pflanzen nur noch gelb sind. Das Substrat sollte nicht ganz nass sein, auch sollte man unbedingt vermeiden, die Pflanzen noch allzulange auf der Fensterbank anzuziehen, sie gehören ins Freie, da sich sonst Madenfliegen in der Erde niederlassen und das leckere zarte Fleisch der Pflanzen fressen.

Hat man sie nun eingetopft und stellt sie raus in die pralle Sonne, so sollten unbedingt alle Vorsichtsmassnahmen vor dem Verbrennen der Pflanzen vorgenommen werden ! Diese finden Sie ebenfalls hier.

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