Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Es wird eng auf der Erde

Durch die Medien ging die Nachricht, dass bald 7 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Für so manchen wird diese Zahl unvorstellbar hoch sein, für den anderen belanglos, für manche sogar inhaltslos. Für mich selbst war es eine traurige Nachricht. Ein Planet wird mit einem Bakterienstamm überzogen, der sich Mensch nennt, der schlauer, besser und höher entwickelt sein soll als alle anderen Tierarten. Nein, wir müssen uns von der Natur so viel abschauen, ganze Tierarten sind besser dem Lebensraum angepaßt als der Mensch sich jemals wünschen wird, sie haben länger überlebt als der Mensch in seiner kurzen und kläglichen Daseinsgeschichte.
Ganze Völker haben sich gegenseitig ausgerottet, nur noch wenige Menschenexemplare überleben in freier Wildnis, der Rest lebt als bemitleidenswerte und krankheitsanfällige Kreaturen in Massensiedlungen und schützt sich mit vermeintlichen Outdoor - Kleidungen davor, was ihn als Tier einmal ausmachte. Vergangene Zeiten, in denen es noch Menschen gab, die darauf hofften, dass hinter dem Horizont noch andere fremde Kulturen zuhause waren, Zeiten, wo nicht der komplette Planet auf eine einzige Webseite zusammengeschrumpft ist, wo man alle Orte dieser Erde in sekundenschnelle von oben betrachten kann.
Jeder siebte Mensch hungert, andere müssen sich mit Übergewicht herumplagen, jede Naturgewalt zermalmt den hoch entwickelten Mensch wie Würmchen. Der mit Wissen ertränkte Teil der Menschheit ist völlig überfordert damit, Wichtiges und Unwichtiges kann er nicht mehr voneinander unterscheiden, nur noch dasjenige Wissen, dem die Masse folgt, wird als richtig empfunden. Ein anderer Teil konzentriert sich auf die wenigen Grundverhaltensweisen um zu überleben.
Jeder lebt nur noch für sich selbst, Natur ist etwas, was Anderen überlassen wird.
So wie der Mensch 7 milliardenfach lebt, so wird jeder einen Bruchteil von dem ernten, was alle zusammen und Generationen davor gesät haben. Ich glaube kaum, dass die Natur lange überlegen wird, wenn man sie fragen würde, ob sie den Menschen haßt. Die Antwort wird kurz ausfallen.
Wir sind dabei uns selbst zu zerstören, fragt sich nur noch, wie hoch die Rechnung von der Natur dafür ausfallen wird. Der Mond wird sich weiter drehen, die Venus wird weiterhin am Himmelszelt stehen, wenn wir alle ums Überleben kämpfen. Wir verbrennen alles was wir im Boden finden, freuen uns, dass wir Energiereserven entdeckt haben, die uns wieder einige Jahre so weiterleben lassen kann, wie wir es bisher getan haben. Täglich wird Wald zu Geld gemacht, Fisch zu Geld, millionenfache Datenmengen zu Geld, Strom zu Geld, es wird sich über steigende Preise beschwert, ohne auf den eigenen Konsum zu achten.

Zwei Sachen sind jedenfalls sicher:
1. Die Endabrechnung wird nicht auf einen Punkt konzentriert, sondern sie wird häppchenweise ausfallen. Die Rechnung wird hoch sein, ebenso wie die Zinsen.
2. Der Mensch kam nicht aus der Natur, sondern er ist ein Teil von ihr. Er wird ohne sie nicht einmal eine Sekunde überleben können. Somit hat der Mensch nur eine einzige Chance, sie nämlich zu respektieren oder den schon vornherein aussichtslosen Kampf aufzunehmen.

Mensch, was sind wir so dumm !
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