Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Was kommt nach dem Tod ?

Um gleich nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, möchte ich einfach an dieser Stelle vorher noch ein paar Sachen klarstellen, bevor es in irgendeiner Weise zu Missverständnissen kommt. So mancher wird denken, warum sich ein so junger Mensch um dieses Thema Gedanken macht, ich weiß es selbst nicht, es ist eine Sache, die alle betrifft, eine Sache, die sich quer durch alle Religionen und Kulturen zieht, jeder hat eine andere Meinung, jeder einen anderen Glauben. Wer sich die kurze und erbärmliche Menschheitsgeschichte anschaut, wird klar zu einem Schluss kommen: Es gibt keine andere Tierart, die sich wegen Geld, Macht und meist Religionen so oft bekriegt hat.
Nun möchte ich auch diejenigen warnen, die gläubig sind, denn es gibt auch Menschen, die keinen Glauben an etwas haben, außer an sich selbst, ohne schwach oder egoistisch zu sein.

Aber nun zum eigentlichen Thema. Der Tod steht an jedem Ende eines Lebens, alle Tiere und Pflanzen befinden sich in diesem Zyklus, eigentlich alle Dinge, nur Tiere und Pflanzen haben die Eigenschaft, dass zwischen Leben und Tod keine Stunde, Minute oder Sekunde steht, nein, es ist keine Zeit dazwischen. Sie sind von einem Zeitpunkt ab in einem anderen Zustand.

Wenn ein Familienmitglied stirbt, oder Freund oder wer auch immer, so ist für alle Außenstehenden genau dieser Zustandswechsel sichtbar. Der Verstorbene wird beerdigt, er geht physikalisch dorthin zurück, wo er herkam, die Gedanken der Außenstehenden an den Verstorbenen drehen sich meist in positive Gedanken um, man verzeiht, und hält ihn in guter Erinnerung. Auch dauert es lange, die Trauer, den Wegfall zu verdauen. Wie auch immer diese Verarbeitung vollbracht wird, sie ist nicht einfach, denn diejenigen, die noch leben müssen die Gedanken an den Verstorbenen ordnen.

Wie sieht es nun mit dem Verstorbenen selbst aus ?
Ob er nun selbst darüber trauert Abschied nehmen zu müssen, oder es plötzlich passiert, in beiden Fällen geht er auf den Zustandswechsel zu. Was unumstößlich ist, er wird über den Zustandswechsel hinaus nichts mitnehmen können. Seine Gedanken werden gelöscht sein, alles materielle wird er dort belassen müssen, wo es ist, alles was bleibt, ist die Trauer in den Köpfen der Außenstehenden. Was nun mit dem Verstorbenen selbst im Zustandswechsle von Leben nach Tod oder von Leben nach Leben (bei einer Art Wiedergeburt) passiert, läßt sich nicht so einfach erklären. Dazu die beiden folgenden Gedankengänge.

1. Die Zeit ...
Wer schoneinmal eine Vollnarkose miterlebt hat, weiß, wie es ist, einzuschlafen und Stunden später wieder ausfzuwachen und nichts darüber zu wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist. So mancher hat soetwas auch schon in ganz anderen Variationen erlebt. Allen gemeinsam ist jedoch, dass wir nicht wissen, was in der Zwischenzeit passiert ist, es hätten Stunden, Tage, Jahre dazwischen liegen können, für uns zählt lediglich das Aufwachen, wieder selbst uns bewußt zu sein, dass wir selbst jemand sind, der zwischen anderen lebt. Die Zeit ist nur die Wahrnehmung einer Veränderung.

2. Unsere eigene Geburt ...
Wollen wir mal ehrlich sein, wie lange kann ein Mensch sich zurückerinnern in seinem Leben ? Die erste Windel, die erste Flasche, was auch immer es sein wird, auch hier wird wieder allem gemeinsam eines sein: Es wird eine Erinnerung sein, an der wir uns selbst bewußt werden, dass wir ein eigenes Ich sind, an dieser Stelle wird klar, dass wir uns bewußt werden, dass wir Hunger, Durst oder sonstwas haben, jedenfalls ein Punkt, bei dem wir sehen, dass andere Lebewesen auf uns einwirken, und dass wir ein Ich haben, dass in unserem eigenen Körper ist. An alles vorher können wir uns nicht zurückerinnern.
Geht man nun noch einen Schritt weiter, so kann man sehen, dass diese Prozedur, irgendwann sein eigenes Ich sich selbst bewußt zu werden, eigentlich jeder durchmacht. Wenn man sich diesen Gedankengang ganz klar macht, so könnte man meinen, dass eigentlich jedes Lebewesen gleich im Bewußtsein des eigenen Ichs ist, und dass man von seinem Gegenüber eigentlich nicht weit entfernt ist. Es ist nur ein anderer Blickwinkel, man selbst hätte als sein Gegenüber sich selbst bewußt werden können.

Bevor man die beiden Sachen nun wieder aus dem Kopf verliert, schlagen wir gleich die Brücke dazu, was mit einem Sterbenden passiert. Egal ob er daran glaubt oder nicht, eines ist klar: Er wird als irgendein Lebewesen wieder zurückkehren, irgendwann, irgendwo, irgendwie.
Alle Gedankengänge aneinandergekettet ergibt sich folgender Ablauf für denjenigen, der verstirbt. Er geht auf den Zustandswechsel zu, alle seine Gedanken werden verschwinden, er glaubt daran, gleich wieder als Lebewesen irgendwo aufzutauchen. Egal wieviel Zeit dazwischen liegt, er wird es nicht bemerken, wieviel Zeit es wirklich ist, denn er wird einfach wieder aufwachen, und zwar in dem Körper eines neuen Lebewesens, nämlich genau zu dem Zeitpunkt, an dem einem neuen Lebewesen das eigene Ich bewußt wird.

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