Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Natürliche Klimaanlage im Haus

Mehrstöckige Häuser haben das Problem, dass sich aufgrunddessen, dass wärmere Luft leichter ist als kühlere, im Keller kühlere Luft ansammelt und die wärmere im Dachgeschoss.
Dazu kommt noch, dass heutige Neubauten sehr gut isoliert sind und fast schon luftdicht abgeschlossen sind. Ohne ein Lüften durch Öffnen der Fenster oder eine automatische Lüftung kann man keine Frischluft einbringen, die jedoch unbedingt nötig ist. Schadstoffe, Feuchtigkeit usw, all das wird durch Lüften nach draußen transportiert.

Stoßlüften im Winter mit Kamineffekt: In der Heizperiode sollte man nicht dauerhaft durch ein gekipptes Fenster lüften, da hierdruch sehr viel Heizungswärme verloren geht. Man sollte eher Stoßlüften, indem man täglich nur wenige Minuten lang die Fenster komplett öffnet. Oft reicht es auch, gegenüberliegende Fenster zu öffnen, den besten Effekt erreicht man, wenn man im Keller und im Dachgeschoss ein Fenster öffnet, ein regelrechter Kamineffekt zieht nun durch den Keller Frischluft an.

Lüften im Sommer: Im Sommer wird der Keller zu einem stehend kalten und ungemütlichen Wohnraum, zwar hält man es bei drückender Wärme dort sehr gut aus, doch nach einer Weile beginnt man zu frieren. Ein Mittelding wäre ganz gut. Schaut man sich die Feuchtigkeitswerte in einem unbeheizten Keller an, so wird man erstaunt sein, wie hoch dieser ist.
Um diese stehende Kälte zu entfernen, wird sehr oft der fatale Fehler begangen, dass die warme Außenluft in den Keller gelassen wird und somit die Wände aufheizen und die feuchte Luft entfernen soll.
Wer ein Hygrometer zu diesem Zeitpunkt im Keller hängen hat, wird überrascht sein, dass sein Keller eher zu einem Schwimmbad mutiert. Die warme, relativ gesehen trockenere Außenluft wird im Keller heruntergekühlt und die enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich an den Wänden nieder, der gegenteilige Effekt wurde erzielt.

Man sollte also nur Lüften, wenn es draußen kühler und trockener ist.

Idee 1: Man könnte auf die Idee kommen, den Keller mit der Luft aus dem Dachgeschoss zu heizen, indem man einfach die Luft dort hinunter pumpt, das hätte jedoch denselben Effekt, wie wenn man den Keller mit warmer Luft lüftet.

Idee 2: Dreht man das Ganze nun um und kühlt das Dachgeschoss mit der kühlen Luft aus dem Keller, hat man das Problem, dass die abgesaugte Luft aus dem Keller irgendwo her nachströmen muss, das geschieht durch diverse Ritzen , somit sackt wieder feuchte warme Luft in den Keller.

Idee 3: Viele südliche Völker und auch Termiten machen sich den Kamineffekt zunutze, die Sonne erwärmt dabei die Luft im Haus oder Bau, diese zieht nach oben ab, und es wird im Keller von weiter her durch einen unter dem Boden verlaufenen Kanal Luft angesaugt. Diese Luft ist vom Boden gekühlt, im Winter ist dieses Prinzip jedoch in unseren Breiten nicht zu gebrauchen. Außerdem schlägt sich die Feuchtigkeit in dem Kanal nieder, ist dieser gesättigt, erreicht die Feuchtigkeit doch wieder unseren Keller.

Idee 4: Egal wie und wann und wo wir sonnengewärmte oder bodengekühlte Luft ansaugen, wir haben immer das Problem, dass die neue Luft ins Haus gelangt und nicht komplett seine Feuchtigkeit abgegeben hat. Wir brauchen also einen geschlossenen Kreislauf, der nur beim Lüften mit neuer Luft versorgt wird.

Deckenventilatorprinzip


Ein Deckenventilator ist nicht nur aus Dekozwecken sehr angenehm, auch nicht nur im Sommer zur Umwälzung geeignet. Gerade im Winter hat er den Effekt, dass die Wärme, die sich an der Decke staut wieder runter auf den Boden gebracht wird. Somit setzt sich keine stehende Kälte am Boden ab und führt zu kalten Füßen, sondern der ganze Raum wird gleichmäßig mit derselben Temperatur umgewälzt.

Ein ganzes Haus auf diese Weise umzuwälzen ist jedoch auch wieder problematisch, zu groß ist das Problem, dass warme Luft in den Keller gerät und dort wieder zu mehr Feuchtigkeitsniederschlag führt.

Wärmetauscher


Ein Wärmetauscher ist ein Gerät, dass zwei Fluide (hier kühlere Luft und wärmere Luft) in einem Kasten so aneinander vorbei führt, dass die beiden Ströme sich nur insofern treffen, als dass sie sich nicht austauschen, sondern nur die Wärme gegenseitig austauschen. Optimalerweise sollten diese beiden Ströme dann entgegengesetzt laufen, das erhöht die Austauscheigenschaften.

Impliziter Deckenventilator im Erdgeschoss


Das Erdgeschoss stellt meist ein Mittelding zwischen kühlem Keller und aufgeheiztem Dachgeschoss dar, hier könnte man also einen Wärmetauscher installieren, der die kalte Kellerluft und die warme Dachgeschossluft gegeneinander in ihren Wärmeeigenschaften tauscht. Das würde die Kellerluft wärmen und die Dachgeschossluft kühlen, ohne jedoch deren Feuchtigkeitsinhalte auszutauschen. Im Dachgeschoss wird die ohnehin aufheizte und trockene Luft kühler und feuchter, der Kellerluft wird aufgrund der Erwärmung Luftfeuchtigkeit entzogen.

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