Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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SeaRay - Planung eines Selbstbau RC - UBoot

Eine wochenlange Analyse und ein intensives Brainstorming haben dazu geführt, ein Modell UBoot zu bauen, dass alle Konstruktionsmängel, Probleme und Fehler beim Zusammenbau beispielsweise der Seawolf V2 von Robbe wett macht.

Natürlich sind hier auch einige Versuche eingebaut und neue Techniken verwirklicht. Details dazu in den folgenden Abschnitten.

  • Kein Druckkörper: Da die SeaRay, so wie die Seawolf, nur ein dynamisch tauchendes Boot werden soll, wird auf eine reine Druckröhre verzichtet. Das Boot soll maximal 30 cm tief tauchen, in solchen Tiefen herrscht jedoch noch kein wirkliches Druckaufkommen, das eine stabile Konstruktion zerdrücken würde.

    Auch wird die Problematik des undichten O-Ringes bei der Seawolf umgangen. Der O-Ring ist schwer als Ersatzteil zu beschaffen, benötigt genaue und saubere Auflageflächen und führt dazu, dass das Zuschrauben des kompletten Druckkörpers sehr fest geschehen muss.

    Das Hauptproblem besteht jedoch darin, dass jeder noch so kleine Tropfen Wasser, der ins Innere kommt, dazu führt, dass irgendwo Luft entweicht. Nimmt man jedoch das Modell einer Tauchglocke als Beispiel, so ist die SeaRay insofern dicht, als das sie nur eine Öffnung auf der Unterseite hat. Wasser könnte also nur eindringen, wenn auf der Oberseite ein Leck sein sollte, wo Luft entweicht, ansonsten wirkt das Boot wie eine Tauchglocke.

  • Stevenrohre mit Schmiernippeln sind vor allem bei UBoot-Bauern quasi ein Leck im Bootskörper, bei dem man sich restlos auf der Hersteller verläßt. Etliche Neuerungen auf diesem Markt haben zu angeblich 100% dichten Stevenrohren geführt, teuer und nur bis zu bestimmten Bedingungen 100% dicht.

    Schmiernippel auf dem Stevenrohr führen dazu, dass auch ein noch so sauberes Boot beim Einsetzen in den See ersteinmal einen kleinen Ölteppich produziert. Um gewisse Undichtigkeiten im Stevenrohr zu umgehen, wird der Druckkörper des Bootes zusätzlich mit einer Luftpumpe aufgepumpt, nämlich nach dem Motto: "Wo Luft raus kommt, kommt kein Wasser rein". Dass jedoch ein Boot nach längerer Fahrt und einem heißen Motor erheblich an Innendruck durch die Erwärmung der Luft gewinnt und regelrecht explodieren kann, wird häufig verschwiegen.

    Diese Probleme sind also mit etlichen neuen Flicken zugeschustert worden. Bei der SeaRay kommt eine Magnetkupplung zur Anwendung. Diese entkoppelt Motor und Wasser maximal. Die Motorachse erhält dabei ein Rad, dass 4 Neodym - Magnete im 90 Grad Abstand enthält. Die Magnete sind dabei im Wechsel verpolt. Dann kommt eine Wand, die Wasser und Innenraum des Bootes trennt, ein bis zwei Millimeter sollten beim Abstand Magnet - Wand jedoch nicht überschritten werden. Auf der anderen Seite der Wand geht es dann spiegelverkehrt weiter, ebenfalls wieder ein Rad mit 4 Magneten, wechselnd gepolt, dann die Schraubenachse, die sich alleine durch das Wasser schmiert und kühlt, am Ende dann letztlich die Schraube.

  • Algen, Pflanzen und Äste sind zwar in unseren endlich immer sauber werdenden Gewässern immer häufiger anzufinden, doch auch mich als Naturschützer bedeuten sie beim Boot fahren erhebliche Risiken. Eine verschlungene Pflanze kann sogar dazu führen, dass sich die Schraube von selbst löst und ein Boot völlig hilflos macht.

    Eine Schraube gehört nicht nur vor Pflanzen geschützt, sondern ein Fisch ebenfalls vor der Schraube. Genügend dichte Gitter sind dabei die beste Lösung, wobei man hier jedoch darauf achten sollte, dass die Gitter nicht zu dicht sind, dass sie sich mit Schmutz zusaugen, auch sollten sie in einer Weise schräg angebracht sein, dass sie sich durch vorbeistreifendes Wasser selbst reinigen.

  • Jet - Antriebe sind immer mehr im Kommen, haben jedoch immer wieder ein offensichtliches Problem. Das Ansaugen des Wassers wird meist auf der Unterseite bewerkstelligt, hier jedoch besteht die Gefahr, dass der Untergrund mit viel Schmutz angesaugt wird. Auch findet man oft leidige Konstruktionen für die Rückwärtsfahrt oder das Bremsen.

    Die SeaRay umgeht diese Probleme einfach, indem ihre Bauform es ermöglicht, zwei Wasserkanäle vom der Bug zum Heck durch den Bootsrumpf zu führen, ähnlich den Jet-Antrieben im Flugzeugbau. Somit wird nur Wasser von vorne angesaugt, was die Saugenergie in zusätzlichen Vortrieb umsetzt, auch wird kein Schmutz angesaugt, nur durch schräg angeordnete Gitter gefiltertes Wasser. Eine Rückwärtsfahrt ist weiterhin ohne hässliche Konstruktionen möglich.

  • Der komplette Tauchkörper der SeaRay ist so gebaut, dass es keine Flutungspartitionen wie bei der Seawolf gibt, die temporär mit Wasser geflutet sind. Keine schwer zugänglichen Partitionen, die durch Holzschräubchen oder sonstige Hindernisse zugänglich sind.

    Auf Höhenruder wird ebenfalls verzichtet, da die Bauform selbst bereits dazu führt, dass sie sich kurz unter der Wasseroberfläche bewegt.

  • Generelle LED - Beleuchtungen bei RC - Modellen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. So auch die SeaRay, die anders als die Seawolf nicht die komplette Beleuchtung durch implizite Leckagen an die Außenhaut führen muss, denn sie wird komplett aus transparentem Plexiglas bestehen und eine weithin sichtbare blaue Beleuchtung bekommen.

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