Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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CO2 - Reaktoren

CO2 läßt sich auf verschiedenste Art und Weisen ins Aquarium einbringen, dazu werden sogenannte CO2 - Reaktoren benutzt. Der Selbstbau ist relativ einfach, wenn man sich die Kernpunkte und Problematiken bei diversen Reaktortypen abschaut, kann man sogar Reaktoren entwickeln, die noch höhere Wirkungsgrade erreichen als die kommerziell kaufbaren Modelle.

Im Folgenden möchte ich diverse Modelle aufzählen, deren Wirkungsweise, Probleme und Verbesserungen:

  • Lindenholzauströmer: Lindenholz hat die Eigenschaft, sehr grobe Fasern im Holz zu haben. Ein kleines Holzklötzchen wird dabei mit einem dichten Anschluss versehen und das CO2 längs der Fasern ins Wasser gedrückt. Durch die hauchdünnen Fasern werden ganz feine Bläschen erzeugt, die wesentlich länger zum Aufsteigen zur Wasseroberfläche benötigen. Da sie länger benötigen, bleiben sie länger in Kontakt mit Wasser und lösen sich mehr auf. Nachteile sind die Verwitterung des Holzes, und der benötigte Zusatzeinbau eines Blasenzählers, auch der hohe Druck, den das Gas haben muß, um durch die Fasern hindurchgedrückt zu werden.
  • Keramikreaktor: Hier gibt es diverse Bauarten, wobei alle denselben Abschluss haben und das Gas durch eine Keramikscheibe gedrückt wird. Auch hier ist der hohe Druck hinderlich, die Keramikscheibe setzt sich sehr schnell mit Algen zu.
  • Paffrathschalen: Paffrathschalen sind umgedrehte Schalen unterhalb der Wasseroberfläche, in denen das CO2 quasi am Aufsteigen an die Oberfläche gehindert wird. Diese Schalen sind meist mit anderen Reaktoren kombiniert, quasi als Abschluss für restliches Gas, dass sich nicht zu 100% gelöst hat.
  • Glasspiralen: Das Gas läuft Bläschenweise von unten durch eine Glasspirale nach oben. Auf dem Weg kann man deutlich feststellen, dass die Blasen immer schneller durch die Windungen laufen und sich auf dem Weg nach oben sichtbar verkleinern, einen Blasenzähler hat man somit gleich im Reaktor integriert. Leider dauert die Einfahrphase dieses Typs relativ lange (mehrere Tage), da sich auf der Innenseite erst ein Bakterienbelag bilden muss, der das Laufen der Blasen optimiert. Dafür entsteht jedoch durch die dünne Röhre ein Schornsteineffekt, der dafür sorgt, dass ständig neues Wasser von unten angesaugt wird und mehr CO2 in Lösung gehen kann.
  • Flipper: Flipper sind ähnlich zu Spiralen aufgebaut, entweder in rund, auch spiralförmig oder auch treppenartig. Dabei sind manche Flipper entweder ganz offen oder haben reichlich Schlitze an den Seiten, da sie nicht den Schornsteineffekt implizieren, sondern auf eine aktive Durchströmung von außen setzen.
  • Schlauch im Filtereinlass: Hier wird die Arbeit der Pumpe zugeschoben indem der Schlauch die Blasen dem Filtereinlauf zugibt und dort durch die Pumpe zerhäkseln läßt. Ein kleines Zischen kann auf Dauer nerven, wobei die Zugabe jedoch sehr effektiv ist.
  • Aktive Reaktoren: Diese Reaktortypen setzen allesamt darauf, den Schornsteineffekt der Glasspirale zu maximieren, indem hier der Reaktor im Wasserkreislauf des Filters hängt oder eine zusätzliche Pumpe dazu aufgewendet wird, für mehr Wasserdurchströmung um das Gas zu sorgen. Dabei wird ein Behälter mit Wasser durchströmt und gleichzeitig CO2 eingeleitet.


Moderne Flipper und Reaktoren kombinieren möglichst viele Möglichkeiten. Zu Beginn ein Einströmen des Gases in zählbarer Blasenform, dann ein langer Weg zur Oberfläche der möglichst stark umströmt ist, und letztlich ein Auffangen in einer Paffrathschale, bevor es direkt zur Wasseroberfläche geht.
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