Zuletzt aktualisiert: 05.12.2016
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Nanoaquaristik

Selbst in den kleinsten Biotopen schafft es die Natur, Fuß zu fassen. So stellt sich auch dort nach gewisser Zeit ein biologisches Gleichgewicht zwischen Bakterien, Bewohnern, Pflanzen und den Umgebungsbedingungen ein. Zwar ist auch hier alles etwas kleiner gehalten, keine großen Fische sondern nur kleine Krebse und Muscheln, keine großen Blütenpflanzen sondern vielleicht nur Moose und Algen.
Wer schon einmal am Atlantik war und sich zwischen den Felsen bei Ebbe die in den Mulden zurückbleibenden Pfützen betrachtet hat, weiß was es heißt, auf engstem Raum ein perfekt eingerichtetes Meerwasseraquarium zu erhalten. Kristallklares Wasser, Moose, Seetang, Krebse und Anemonen lassen sich hier beobachten, in Pfützen, die teilweise nur wenige Liter Wasser enthalten.
Zweifellos sind diese Minibecken mit besonderen Umgebungsbedigungen versehen, denn schon bei einsetzender Flut erfolgt bereits ein erneuter Wasserwechsel. Auch kann man sich leicht vorstellen, wie hoch die Temperatur in den wenigen Stunden der Ebbe im Sommer bei diesen schwarzen Granitfelsen ansteigen kann.
Doch auch im Süßwasserbereich stellt so manche Regenwassertonne oder Pfütze ein wahres Paradies dar. Wer behauptet, dass ein Tümpel nur ein mit Wasser gefülltes Loch ist, der täuscht gewaltig. Sowohl die Liste der unterschiedlichen Arten also auch die Anzahl und Dichte der Lebewesen und Mikroorganismen ist ellenlang.
Oft wird behauptet, dass größere Aquarien leichter zu pflegen sind. Das ist zum Teil wahr, sobald sich jedoch ein Gleichgewicht eingestellt hat, kommt es nur noch auf die Sorgfalt des Aquarianers an, wie genau er die Umgebungsbedingungen dosiert.
So läßt sich z.B. zuhause bereits in 10 Litern Wasser eine wunderschöne Unterwasserwelt zaubern. Doch machen Sie bitte nicht den Fehler, zu groß werdende Bewohner einzusetzen, auch Sie möchten nicht in einer Besenkammer groß werden. Auch sollte man immer im Auge behalten, dass zwischen Pflanzen und Tieren ein gewisses Gleichgewicht erhalten bleibt, und das auch dann, wenn die Tiere mit der Zeit wachsen.

Der Nanocube von Dennerle ist ein hervorragend verarbeitetes Becken, in es in verschiedenen Ausführungen gibt, ich möchte hier die 10 Liter - Version vorstellen.
Der sehr kleine Eckfilter läßt sich sehr gut drosseln und sollte seinen Ausfluss unterhalb der Wasseroberfläche haben, er sollte gerade so stark das Wasser im Becken bewegen, dass die Wasseroberfläche gerade mal ein kleines bisschen Bewegung erhält.
Da ich nur Garnelen und Wasserschnecken im Becken habe, ist eine Heizung bei einer Zimmertemperatur von circa 18 Grad nicht nötig.
Die Lampe hat eigentlich einen aus klarem Kunststoff bestehenden Halter, dieser kann aber entfallen, wenn man die Lampe so auf die Scheibe legt, dass am hinteren Ende ein kleiner Spalt zum Wärmeabzug bleibt. Somit gelangt weniger störendes Licht in die Umgebung und blendet somit nicht.
Die stärkere Beleuchtung kann man mit einem hohen Wasserstand und Wasserlinsen prima ausgleichen
Bodengrund wurde hier Quarzsand gewählt, zwei Wurzeln verdecken die Rückwand und dienen zur Halterung des Mooses.
Jeden zweiten Tag wird gefüttert, jeden Abend um circa 18 Uhr beginnen die Pflanzen Perlen auszubilden, das heißt, dass ohne zusätzliche CO2 - Zufuhr und kräftigem Pflanzenwuchs eine Sauerstoffsättigung entsteht.
Alle 3 - 4 Tage wird 1 Liter Wasser gewechselt und lediglich mit 2 Tropfen Nanodünger nachgedüngt.

Wasserlinsen an der Wasseroberfläche sorgen für leichte Schattierung und nehmen viel Nitrat auf.
Wasserlinsen an der Wasseroberfläche sorgen für leichte Schattierung und nehmen viel Nitrat auf

Moos wird mit transparentem Garn aufgebunden
Moos wird mit transparentem Garn aufgebunden


Perlkraut läßt sich wie ein Hecke pflegen Perlkraut läßt sich wie ein Hecke pflegen

Der perfekte Hingucker für die Werbepausen
Der perfekte Hingucker für die Werbepausen


Die aufgelegte Leuchte minimiert den Blendeffekt, man nimmt den Halter ganz weg und legt sie aufs Glas. Heizung inklusive. Die aufgelegte Leuchte minimiert den Blendeffekt


Mit der Zeit ist das Becken immer weiter zugewachsen, regelmäßiges Schneiden und das Perlkaut und das Moos wird immer dichter.


Der Filter wurde entfernt, lediglich ein kleiner Heizstab sorgt wie beim Kamineffekt hinter der Wurzel für eine minimale Strömung.


Schnecken, Wasserflöhe, Garnelen, kaum zu glauben wie viele Tiere in so einer Pfütze leben.


Und die Garnelen vermehren sich rasant.


Die einstigen Fäden, mit denen das Moos aufgebunden wurde, sind schon längst überwuchert.


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